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Netzentgelte und Umlagen: Was in Hamburg dahintersteckt

Netzentgelte machen einen festen Teil deiner Stromrechnung aus, egal bei welchem Anbieter du bist. In Hamburg legt sie die stadteigene Stromnetz Hamburg GmbH fest. Wir erklären, wie das funktioniert und was von den früheren Umlagen nach der Abschaffung der EEG-Umlage übrig geblieben ist.

Tarifrechner Hamburg Angaben zum Haushalt

Ein städtisches Unternehmen entscheidet über die Netzentgelte

Damit Strom überhaupt bei dir ankommt, braucht es Leitungen, Trafostationen und ständige Wartung. Bezahlt wird das über die Netzentgelte, die alle Stromkunden gemeinsam tragen. In Hamburg trägt die Stromnetz Hamburg GmbH die Verantwortung für dieses Verteilnetz, kontrolliert von der Bundesnetzagentur. Das Unternehmen gehört seit einem Rückkauf 2014 wieder vollständig der Stadt Hamburg, nachdem sich die Hamburgerinnen und Hamburger 2013 in einem Volksentscheid dafür ausgesprochen hatten. An der Höhe der Netzentgelte ändert das nichts: Sie gelten für jeden Anbieter im selben Netzgebiet gleich und lassen sich durch einen Wechsel nicht beeinflussen.

Ein Beispiel für steigende Netzentgelte

Wie spürbar sich Netzentgelte auf deine Rechnung auswirken können, zeigte sich 2022: Stromnetz Hamburg erhöhte die Entgelte für die Netznutzung zum 1. Januar. Vattenfall gab die dadurch gestiegenen Kosten im Oktober desselben Jahres an die Kundschaft in der Grundversorgung weiter, eine Preiserhöhung von 12,9 Prozent. Für einen Haushalt mit 2.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bedeutete das damals rund 9,19 Euro mehr im Monat. Solche Entgelt-Anpassungen betreffen alle Anbieter im Hamburger Netzgebiet gleichermaßen, nicht nur die Grundversorgung.

Was von den Umlagen übrig geblieben ist

Neben den Netzentgelten fließen staatlich festgelegte Umlagen in deinen Strompreis ein. Die frühere EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien wurde zum Juli 2022 abgeschafft, ihre Kosten trägt seitdem der Bundeshaushalt. Geblieben sind unter anderem die KWKG-Umlage zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung, die Offshore-Netzumlage für den Ausbau der Windkraft auf See sowie die § 19 StromNEV-Umlage für bestimmte Sonderregelungen bei Großverbrauchern. Diese Umlagen legen die Übertragungsnetzbetreiber jährlich bundesweit einheitlich fest. Eine Ausnahme ist die Konzessionsabgabe für die Nutzung öffentlicher Wege, die Hamburg als Kommune selbst erhebt.

Warum sich der Anbieterwechsel trotzdem lohnt

Bei jedem seriösen Tarifvergleich stecken Netzentgelte und Umlagen schon im angezeigten Gesamtpreis, eine eigene Rechnung ist also nicht nötig. Wirklich unterscheiden können sich Anbieter nur bei drei Positionen: dem Arbeitspreis, dem Grundpreis und einem möglichen Neukundenbonus. Schau dir bei einem Vertragsvergleich also genau diese drei Werte an, nicht die Summe aus Netzentgelten und Umlagen, die ohnehin überall in Hamburg gleich ausfällt.